Nicht schon wieder Grübeln…

Was Sie gegen ihre negativen Gedanken tun können und was Sie tun können, um endlich wieder Positiv zu denken.

Das Grübeln ist eine Form des Nachdenkens, bei dem die Gedanken um mehrere Themen oder ein spezielles Problem kreisen, ohne dabei zu einer Lösung zu gelangen. Streng genommen wird in der klinischen Psychologie und Psychopathologie hierbei zwischen vergangenheitsbezogenen und zukunftsbezogenen Themen als Grübeln, respektive Sorgen unterschieden. Beide werden in der Regel von negativen Emotionen begleitet, wobei Grübeln mit eher depressiven, Sorgen mit eher angstvollen Gefühlen einhergeht.

Aber das Wissen allein genügt nicht. Wissen ist begrenzt, nur die Gefühle sind frei. Wann haben sie das letzte mal bewusst gefühlt ohne aus Angst vor dem schwarzen Loch jegliches Gefühl zu verdrängen?

Haben Sie dabei die ganze Zeit nur auf ihr Umfeld geachtet und sich gefragt was passieren wird, wenn alle Welt mitbekommt, wie sich wirklich fühlen, schlimmstenfalls als elendigen Versager, der sein Leben nicht im Griff hat und sich Null ausgeglichen fühlt? Haben sie Angst davor abgelehnt oder ausgegrenzt zu werden?

Solche selbst-vernichtenden Gedanken zu ertragen ist eine wahre Kunst. Sie haben eine unglaubliche Macht. Manch einer projiziert diese ins Außen oder kompensiert sie mit bewusstseinstrübenden Substanzen wie Drogen. Manch einer fügt sich sogar diesen Gedanken und führt ein Leben als vermeintlicher Sklave, zu dem er sich aber selbst macht, geplagt von seinem tiefen Selbsthass. Er macht sich abhängig von anderen und glaubt alleine nicht lebensfähig zu sein. Er lässt andere für sich entscheiden und sieht sich irgendwann in der Opferrolle, der stets von anderen manipuliert wird. Dabei sind es meistens die eigenen Gedanken, die einen dazu bringen, sich den eigenen Gefühlen oder anderen Menschen so hilflos auszuliefern.

Wenn die negative Gedankenmühle erst einmal in Bewegung gesetzt wurde, lässt sie sich kaum noch bremsen. Ein Gedanke, tritt den nächsten los, bis wir uns plötzlich einer Lawine ausgesetzt fühlen, die uns mit jeden erdenklichen negativen Gefühlen wie Traurigkeit, Besorgnis und Angst zuschüttet. So erklärt sich übrigens das Wort „Trigger“. Ein Erlebnis, welches automatisch bestimmte Gefühle hervorruft, gegen die sie sich nicht wehren können.

Das ganze gibt es übrigens auch auf der positiven Ebene.

Haben sie jemals als Erwachsener einen Ferien-/ Urlaubsort ihrer Kindheit aufgesucht? Vor ihrer Reise waren ihre Erinnerungen daran wahrscheinlich eher vage, doch kaum erreichten sie ihr Ziel, schossen viele Erinnerungen wie von selbst wieder in ihr Gedächtnis. Sie sahen alte Wege oder bestaunten vergessen geglaubte Sehenswürdigkeiten und fühlten sich plötzlich an manch einen Glücksmoment ihrer Kindheit zurück erinnert. Auch Gerüche von Blumen oder frisch gebackenem Gebäck oder der Geschmack bestimmter Gerichte, kann sie in ihre Kindheit zurück versetzen.

Unser Gehirn speichert also nicht nur negative Erinnerungen und Emotionen, welche gar zu Flashbacks führen, sondern auch schöne Momente, die an die Oberfläche kommen, wenn Sie positiven Triggern ausgesetzt sind.

Übung: Positive Kindheitsassoziationen

Notiere dir 5 positive Kindheitserlebnisse. Versuch dich bewusst daran zu erinnern. Schreibe Sie in dein Notizbuch. Und dann führe alles auf, was dir dazu einfällt und in den Sinn kommt. An welche Orte erinnerst du dich? An welche Gerüche? An welche Geräusche? Alles was dir in den Sinn kommt, kann wichtig sein.

Ebenfalls hilft es sich zu jeder Zeit, seine ganzen negativen Gedanken aufzuschreiben, gern auch in Form von Gedichten- Hauptsache der Gedanke ist draußen.

Übung: Schließe einfach deine Augen und konzentriere dich ganz allein auf deine Atmung. Für einen kurzen Moment. Und zwar JETZT!!! Wie fühlst du dich?

Übung: Tue dir bewusst Etwas gutes (Fertigkeitentraining)

Hier eine Liste möglicher Fertigkeiten (Ressourcen) und Talente:

malen, schwimmen, lesen, basteln, baden, Musik hören, Theater spielen, tanzen, singen, lächeln, kochen, putzen, Gedichte schreiben, Geschichten schreiben, Filme schauen, Spazieren gehen, Eis essen, Ins Kino gehen, Freunde treffen, telefonieren, Youtubefilme schauen, träumen,…. (Die Liste darf beliebig erweitert werden)…

Wenn Du dich fragst für wen du das alles machst, dann kann die Antwort nur lauten: GANZ ALLEIN FÜR DICH

Weitere Übungen lernst du im Coaching. Genauso wie du lernen kannst aufzuhören damit. Sprich mich gerne darauf an.