Vom Sollen und Wollen des inneren Kind

Soll ich oder soll ich nicht? Das ist hier die Frage, die Sie sich stellen. Am Ende tun Sie es, auch wenn Sie es nicht wollen. Warum? Weil Sie denken, dass Sie es sollen.

Wer sagt das?

Ihr Kopf, bzw. Sie, der das Chaos beherrscht. Vielleicht ist es aber auch die Gewohnheitsserie oder der Sicherheitsspielfilm, der in ihren Gedanken die ganze Zeit im Hintergrund läuft. Der Film in dem alles so läuft, wie vorhergesehen, entsprechend ihrer teilweise fremd übernommenen Glaubenssätze.

Sie tun am Ende das, was Sie immer tun. Nicht weil man sie (als Kind) gefragt hat ob sie das wollen, sondern weil man Ihnen gesagt hat, dass Sie es sollen.

Aber jetzt sind sie Erwachsen. Jetzt haben sie womöglich selber Kinder.

Sagen sie denen, was sie Ihrer Meinung nach sollen oder fragen Sie sie, was sie wollen?

Erkennen Sie sich selbst in ihren Kindern und sind dann verwundert oder erstaunt oder fragen sie sich, was sie falsch gemacht haben?

Wie Sie mit ihrem Kind umgehen, so gehen Sie auch mit sich selbst um. Und ihr Kind kopiert oft nur ihre Muster, wie auch Sie oft nur ein erlerntes Muster abspulen.

Sich selbst zu fragen was man will, hat zwar Stil, aber sich zu entscheiden (für etwa Neues gar) führt oft nicht zum gewünschten Ziel. Sie beherrschen nur das erlernte Spiel nach Plan. Da kennen sie sich aus, da fühlen Sie sich zu Haus, es macht ihnen zwar nur manchmal Angst aber zufrieden macht Sie das auch nicht und wenn dann nur manchmal. Also warum halten sie so sehr daran fest? Hassen sie das Neue etwa wie die Pest?

Anstatt sich der Stimme ihres inneren Kindes zu widmen, ihr zuzuhören, vertrauen Sie stattdessen oft der Stimme in ihrem Kopf. Wie es ihrem inneren Kind damit geht, interessiert Sie nicht. Sie haben sich wahrscheinlich schon daran gewöhnt. Und auch ihr eigenes Kind wird sich daran gewöhnen, auch wenn es sich irgendwann sagt, dass es nie so werden will wie Sie.

Nun wenn Mama das sagt, wird sie wohl Recht haben. Aber ob Mama gefragt wurde oder ihr das genauso gesagt wurde, das wissen Sie nicht.

Woher auch? Sie haben ja nicht nach oder hinterfragt, sondern einfach darauf vertraut, dass Mama schon das Richtige sagt.

Aber glücklich sind Sind sie damit nicht.

Oder irre ich mich?