Kognitive Entspannung – Den Fokus neu ausrichten und das Gedankenkarussell beruhigen

„Du darfst jetzt raus aus dem Kopf.“ Mit diesen Worten holte ich eine Klientin ab, die sich sofort tief verstanden fühlte. Nach einem einschneidenden Lebensumbruch kreisten ihre Gedanken unaufhörlich um das Geschehene. Trotz vieler Versuche, die Situation rational zu analysieren, kam sie nicht zur Ruhe. Die Folge waren spürbare Anspannungen im Alltag, Schlafstörungen und eine permanente körperliche Unruhe. Kognitive Entspannung schien in diesem Zustand unmöglich.
 
Besonders neurodivergente Menschen (wie Personen mit ADHS oder Hochsensibilität) kennen dieses Phänomen: Das Gehirn läuft auf Hochtouren, analysiert jedes Detail und verfängt sich im sogenannten „Overthinking“. Doch reines Grübeln und das rationale Zerdenken von Situationen führen selten zu einer echten Erleichterung.
 
Unaufgelöste, immer wieder durchdachte Alltagskonflikte und emotionale Belastungen werden vom Nervensystem verarbeitet und spiegeln sich oft direkt im Körper wider. Dauerhafter mentaler Stress führt im System zu chronischen Anspannungsreaktionen, Schlafproblemen oder körperlicher Erschöpfung. Da es keinen einfachen Ausschalter im Kopf gibt, hilft es nicht, sich einfach nur „entspannen zu wollen“. Wir müssen dem Gehirn einen klaren Impuls zum Gedankenstopp geben und aktiv den Weg aus dem reinen Denken hinein in die körperliche Regulation finden.
Raus aus dem Kopf

Kopfprobleme können nicht mit dem Kopf gelöst werden

Albert Einstein sagte bereits, dass Probleme in der Regel nicht auf der Ebene gelöst werden können, auf der sie entstanden sind. Es bedarf also anderer Lösungen. Auch Albert Einstein war nachweislich neurodivergent. ADHS, Autismus, Hochbegabung, vielleicht auch alles drei zusammen. Genial war Einstein trotzdem. 

Gerade für Kopflastige Overthinker, die verlernt haben auf ihre Intuition zu hören, ein schwieriges Unterfangen.

Wir neurodivergenten Menschen sind Meister im Verdrängen und Unterdrücken von unangenehmen Gefühlen und Erlebnissen, im Gegenankämpfen von noch unangenehmeren Wahrheiten und im Selbstbetrug was die eigene Disziplin und Leidenfähigkeit angeht. Da muss nur ein spannaneder Impuls von Außen kommen, schwupps folgt die Energie der (Un-)aufmerksamkeit. 

Wir können oft so tun, als ob es uns gut geht, also eine gute Miene machen, während wir innerlich fast schon kotzen, bis wir es dann irgendwann wirklich tun. 

Die getresste Gesellschaft und der Mensch darin

Anhaltender Stress und mentale Belastungen gehören zu den größten Herausforderungen unserer modernen Arbeitswelt. Leistungs- und Zeitdruck sind die strukturellen Treiber, die dazu führen, dass immer mehr Menschen versuchen, sich über die eigenen Kraftreserven hinaus anzupassen – bis das System erschöpft signalisiert: Es geht nicht mehr.
 
Besonders in helfenden Berufen, wie dem Pflege- und Gesundheitsbereich, ist die Neigung hoch, sich für andere zu verausgaben und die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Wenn das tägliche Arbeitspensum keine Pausen zulässt, bleibt oft auch kein Raum, um innezuhalten und die eigenen Emotionen wahrzunehmen.
 
Für neurodivergente Menschen (wie Personen mit ADHS, Autismus oder Hochsensibilität) verschärft sich diese Dynamik drastisch. In einer primär neurotypisch gestalteten Arbeitswelt führt der Druck oft zu einem permanenten, unbewussten Kraftakt: dem sogenannten „Masking“ (der extremen Überanpassung, um nicht aufzufallen). Die dauerhafte Reizüberflutung und das Unterdrücken der eigenen Wahrnehmung und Gefühle führen zu einer chronischen Aktivierung des Nervensystems.
 
Mein Coaching setzt genau hier an: Wir entwickeln individuelle Strategien für ein gesundes Stressmanagement, schaffen Räume für emotionale Entlastung und stärken Ihre Resilienz – damit Sie Ihre Grenzen rechtzeitig erkennen und im Alltag gut für sich sorgen können.

Was passiert eigentlich wenn man Stress hat und dabei nur im Kopf ist?

Neben einer erhöhten Adrenalinausschüttung ins Blut, die sich bemerkbar macht, spürst du Stress auf drei Ebenen und zwar auf der Gedanklichen/Gefühlsebene, der Verhaltensebene und der Körperebene. 

Gedanken/Gefühle

– „Warum immer ich?“

– „Jetzt auch das noch!“

– „Das schaffe ich nicht!“

– Angst

– Frust

– Ärger und Wut

– Traurigkeit

Verhaltensebene

– hastiges und verkrampftes Arbeiten

– Gereiztheit und Stimmungsschwankungen

– Fehlende Pausen

– Unachtsames Essen oder Appetitverlust

– Fehlender Überblick und Chaos

– Verlust von Kreativität und Flexibilität

– Schlafstörungen

Körperebene

– Bluthochdruck

– Herzrasen/ schneller Puls

– erhöhte Muskelspannung

– Hypervigilanz (Übererregtheit)

– erhöhte Erschöpfbarkeit

– erhöhte Atemfrequenz (schnelles Atmen)

– hohe Anfälligkeit für Immunerkrankungen

Wie sich deine unterdrückten Gefühle im Körper bemerkbar machen

Deine Seele kommuniziert schon die ganze Zeit mit deinem Körper. Schließlich sind Gefühle nichts anderes als körperliche
Empfindungen. Dein Körper sagt dir zum Beispiel wann du hungrig bist. Auch teilt er dir mit, wenn du durstig bist. Er teilt dir ebenso mit, wann du traurig, müde, wütend oder aufgeregt bist. 

Die daraus entstehenden Redewendungen repräsentieren das Zusammenspiel zwischen Körper und Seele und sind ein wichtiges Hilfsmittel in der Psychosomatik.

Leber/ Gallenblase: Zorn, Ärger, Aggression.

– Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen
– Da kommt mir die Galle hoch

Herz/Dünndarm: Freude, Euphorie.
– Mein Herz hüpft vor Freude
– Ich freue mich von Herzen.
– Ich bin ja sooo verliebt

Magen/Milz: grübeln, sich sorgen.
– Das schlägt mir auf den Magen.
– Vor lauter Sorgen wird mir ganz schlecht.
– Mir liegt ein Stein im Magen.

Lunge/Dickdarm: Kummer, Trauer.
– Schwer atmen
– Hohe Stimme
– Asthmaanfälle
– Bronchitis
Nieren/Blase: Angst, Schock, Trauma.
– Das geht mir an die Nieren
– Sich vor Angst in die Hose machen.
– Auch: Mir rutscht das Herz in die Hose.
 
Da du aber immer wieder deine Gefühle negativ bewertet hast, hat irgendwas in dir entschieden, alles dafür zu tun, dass du dich selbst nicht spürst. Womöglich hast du dich abgelenkt. Womöglich hast du alles dafür getan um dich selbst nicht zu spüren. Sämtliche Gefühle wurden somit vom Selbst abgespalten. Du hast sie dem Außen zugeordnet. Dies war sicherlich für eine gewisse Zeit lang notwendig. Es half dir dabei nichts zu spüren. Es half dir zu überleben.

Warum Gesprächstherapie auf Dauer nicht reicht

Bei chronischen Verstimmungen, Belastungen und Stresserleben, welches sogar traumatisch sein kann, ging man lange Zeit davon aus, dass es reicht, stabilisierend zu arbeiten und dann auch rein kognitiv zu bleiben, indem man zum Beispiel kognitive Fertigkeiten entwickelte, um bestimmte Reize zu unterbrechen. 

In den letzten Jahren jedoch mehrten sich jedoch die Hinweise darauf, dass stabilisierende Verhaltens- oder Gesprächstherapien zwar helfen, Krisen zu überwinden, jedoch lässt sich damit auf Dauer nicht die Lebensqualität verbessern oder ein Leben zu ermöglichen, ohne ständig auf medizinische Hilfe angewiesen zu sein. 

Schlaflosigkeit

Kennst du das auch, wenn du immer über alles nachdenkst, dir dauernd den Kopf über alles machst, grübelst und dann doch kein Auge zubekommst, obwohl du richtig müde bist? 

Dann liegt das vermutlich daran, dass du nicht entspannt genug bist um loszulassen. 

Kognitive Entspannung

Wie dir Körperarbeit und Entspannungstraining  helfen kann

Da wir immer wieder irgendwelchen Einflüssen ausgesetzt sind, die uns triggern oder teilweise sogar retraumatisieren oder in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzen, brauchen wir Methoden, die sofort entlastend wirken und nicht erst trainiert werden müssen.

Aus diesem Grund biete ich in meiner Praxis Körperarbeit und Entspannungstraining an.

U.a. erwartet dich

– Autogenem Training 

– Progressive Muskelentspannung

– Atemtechniken

– Yoga

– Qui Ging 

– Übungen aus dem SE (nach Peter Levine)  und SEI (nach Dami Charf) 

TRE (neurogenes Zittern) und der Klopfakkupressur. 

Raus aus dem Kopf – Meine speziellen Angebote für Groß und Klein um endlich wieder entspannt und glücklich zu sein

Insbesondere Männer und Kinder von Trennungseltern tun sich heutzutage schwer, Gefühle zuzulassen. Aufgrund von Loyalitätskonflikten zu narzisstischen / psychisch Erkrankten Partnerinnen/ Müttern und sonstigen Familienangehörigen ist es mir wichtig, dass gerade Männer und Kinder eine Möglichkeit finden, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. 
 
Aber auch alleinerziehende Mütter oder generell gestresste Eltern sind eingeladen, sich bei mir zu melden. Nach den Sommerferien, sind auch wieder Kurse geplant, speziell für Männer, die dann mal Dampf ablassen können oder sich ihren Emotionen zu widmen, für welche sie sonst keine Zeit finden. 

Ich freue mich auf dich.

Wann soll dein Kopf Urlaub machen?